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Schadstoffemissionen
   
 

Täglich starten und landen viele Flugzeuge am Frankfurter Flughafen. Dadurch werden schädliche Emissionen in die Luft freigesetzt. Die Emissionen sind gefährlich für Umgebung Menschen, Pflanzen und Tiere. Wird der Flughafen nochmals erweitert, ist eine Zunahme der Luftbelastung zu erwarten.
Flugzeugturbinen stoßen neben eingemischter Luft (90%) vor allem Kohlendioxid (ca. 7%) und Wasserdampf (ca. 3%) aus, die auch Bestandteil der natürlichen Atmosphäre sind. Die zusätzlich entstehenden Schadstoffe Kohlenmonoxid, Stickoxide, Schwefeldioxid, Kohlenwasserstoffe und Ruß machen insgesamt einen Anteil von weniger als 1% aus. Die Luftbelastung durch Stickoxide (NOX) steigt weiter an.

Flughafen  © Foto: Pia Sue Helferich

Zahlen und Daten von Fraport

Die dort gemachten Aussagen gehen auf Messungen aus dem Jahr 1995 zurück. Untersucht wurden dabei der Ausstoß der Flugzeugtriebwerke, die Emissionen der Kraftfahrzeuge im Vorfeld- und Zubringerverkehr sowie stationäre Emissionsquellen wie Kraftwerke und Tanklager am Flughafen. Das Ergebnis weist gegenüber einer ähnlichen Untersuchung im Jahre 1984 eine Steigerung des Stickoxid-Ausstoßes von 6,8 auf 24,4 Tonnen aus.

   
  Da braut sich was zusammen
Die Luftverschmutzung in zehn Kilometern Höhe über Europa ist übrigens größer als erwartet. Das geht aus Untersuchungen des Leipziger Instituts für Troposphärenforschung hervor. Demnach stammen die Ruß- und Schwefelteilchen in dieser Höhe nicht nur von Flugzeugen, sondern von Verschmutzungen auf der Erdoberfläche. Die Wissenschaftler halten diese Partikel für ebenso schädlich wie die Treibhausgase.Die Daten wurden im so genannten „Caribic“-Projekt gesammelt, an dem Forscher aus mehreren europäischen Ländern Zusammenarbeiten. Zusatzteil Emissionen von Flugzeugen, Autoindustrien kommen also noch zu den natürlichen Belastungen hinzu. Deshalb ist es umso wichtiger, unsere Industrieemissionen drastisch zu reduzieren.
   
  Umweltziele der Fluggesellschaften noch nicht
erreicht

Der Frankfurter Flughafen muss sich darum bemühen, alles von ihm aus Mögliche dazu beizutragen, die Lärm- und Schadstoffemission so gering wie möglich zu halten. Deshalb ist es erforderlich, die bisherigen Landegebühren zu verändern und noch stärker nach der Emission des eingesetzten Fluggerätes zu differenzieren.
Wer leises Fluggerät einsetzt, muss noch weiter entlastet werden, wer lautes einsetzt, muss
noch stärker belastet werden. Die Verschärfung ist insbesondere für den Nachtflugverkehr nötig, um altes Fluggerät, das im Luftfrachtverkehr noch häufig eingesetzt wird, vom Flughafen fernzuhalten.

Weniger Fluglärm, geringere Schadstoffemission, ein niedrigerer Treibstoffverbrauch sind die wichtigsten Umweltziele der Fluggesellschaften des Konzerns.
Doch trotz dieser Versprechen werden hier im Rhein-Main-Gebiet die Menschen, Pflanzen und Tiere durch die Flughafenerweiterung immer mehr belastet. Das wichtigste momentan ist daher, gegen die schon bestehenden Emissionen und für saubere Luft zu kämpfen.
   
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