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Lach- und Sachgeschichten mit der Fraport
   
  Beim Geld hört die Freundschaft auf
…oder sie fängt gerade erst so richtig an – Eine Lachgeschichte

Hallo ihr Lieben!
Heute erfahrt ihr, wie die Fraport AG durch Mithilfe ihrer Freunde aus der Politik den Frankfurter Flughafen wachsen lassen will.

   
  Erst mal stelle ich Euch so nen Freund von der Fraport AG vor.
Also das hier, das ist der Roland Koch und der Herr Koch ist der Ministerpräsident von Hessen. Den kennt ihr doch?
Gleichzeitig ist der Herr Koch Aufsichtsratvorsitzender bei der Fraport AG. Was für ein Zufall, oder? Aber wartet erst mal ab, es folgen noch mehr Zufälle.
   
  © Foto: Hans-Joachim Maross - www.webpolitik.de
   
  Nun, die Fraport AG will den Frankfurter Flughafen weiter ausbauen. Damit wird der noch viel größer, besser und schneller als er jetzt schon ist. Insbesondere können dann noch viel mehr Flugzeuge starten und landen. Dafür muss aber eine neue Start- und Landebahn her. Genau diese Start- und Landebahn würden sie am liebsten nördlich des Flughafens bauen.
   
  © Foto: Pia Sue Helferich
   
  Doch da ist noch ein Problem, das die netten Menschen der Fraport AG lösen müssen.
Und dieses Problem ist der grüne Bannwald in der Nähe von Kelsterbach und anderen Gemeinden. Auf ihren Bannwald sind die Bürger natürlich mächtig stolz. Dort gehen sie spazieren, erholen sich von der Arbeit oder schnappen frische Luft.
Aber was das Beste ist, der Bannwald ist per Gesetzt so gut geschützt, dass er niemals abgeholzt werden darf. Er ist laut Forstschutzgesetz „für das Allgemeinwohl der Menschen unerlässlich“.
So sagen das die Juristen. Das freut die Bürger
enorm.
   
  © Foto: Initiative Zukunft Rhein-Main
   
  Und jetzt kommt der nette Herr Koch wieder ins Spiel. Ihr erinnert euch doch, oder?
Als Aufsichtsratvorsitzender möchte er natürlich auch, dass der Flughafen trotz des Bannwaldes eine neue Start- und Landebahn bekommt. Da hat er eine Idee. Da Herr Koch zufällig der Ministerpräsident von Hessen ist und deshalb ganz dicke mit dem Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dietzel befreundet ist, fragt er den, ob dieser da was tun kann. Und der kann.
   
  Der Herr Dietzel, der den Herrn Koch so mag, obwohl dieser sein Chef ist, ändert das Gesetz zum Bannwaldschutz so um, dass der Wald nun doch nicht mehr so toll geschützt ist. Dieses geänderte Gesetz legt er dann noch im Landtag in Wiesbaden vor und dort stimmen diesem all die anderen Busenfreunde aus CDU, FDP und SPD zu. Damit ist die Änderung des Gesetzes beschlossen. Eine Novellierung, so nennen das jedenfalls die Juristen.
   
 

Jetzt darf die Fraport AG die neue Start- und Landebahn wahrscheinlich doch noch auf dem Gelände des ehemaligen Bannwaldes errichten. Der Bannwald, der jetzt keiner mehr ist, dürfte nun abgeholzt werden. Und die armen Bürger hätten dann keinen grünen schönen Fleck mehr, wo sie spazieren gehen können.

   
  © Foto: Ges. f. ökolog. Forsch. / Greenpeace / O. Baumeister
   
  Schade oder nicht? Aber der nette Herr Koch, der als Ministerpräsident eigentlich für seine Bürger da sein sollte, mag die Kumpels von der Fraport AG einfach mehr.
   
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