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A380 und die Lügen gehen weiter
   
 

„Ausbau durch die Hintertür“ dieses Schlagwort ist uns allen noch im Gedächtnis. Der Flughafenausbau soll in mehrere Einzelgenehmigungen geteilt werden. Starten wird der Genehmigungsmarathon mit dem Verfahren zum Bau der A380-Werft.
Laut Angaben der Fraport AG handelt es sich hierbei nicht um einen Ausbau, sondern um eine Optimierung. Die Fraport AG beteuert immer wieder, dass die Errichtung der A380-Werft in keinem Zusammenhang mit dem Ausbau steht: So heißt es beispielsweise in einem Schriftstück der Fraport AG „Die A380-Wartungsbasis ist ein rechtlich gesonderter, unabhängiger Teilaspekt des Ausbaus“. Die Ausbaugegner sind da anderer Meinung.

   
 

Lufthansa treibt die Diskussion voran

  Hinter der A380 Diskussion steht die Lufthansa, sie hat bereits 15 Stück des Riesenvogels bestellt. Nun verlangt die Lufthansa von der Fraport AG, den Flughafen innerhalb der nächsten 5 Jahre auszubauen, denn der erste A380 soll in 2007 abheben.
  Der Riesenvogel: A 380 |  Grafik: www.airbus.com
   
  Bannwald contra Super-Vogel
  Die Fraport AG muss das Start- und Landebahnsystem sowie die Rollwege für den Super-Airbus verbreitern.
Außerdem muss sie Terminal 1 umbauen, da der Riesenvogel dort im Moment aufgrund seiner Größe nicht abgefertigt werden kann.
Zusätzlich wird laut Angaben der Fraport AG eine Wartungshalle benötigt. Dieses Vorhaben erfordert eine Fläche von 5-6 Fußballfeldern. Da angeblich auf dem Betriebsgelände kein Platz mehr ist, sollen für die Wartungshalle 20 Hektar Bannwald fallen und die Okrifteler Straße umgelegt werden.
   
  Gute Gründe dagegen
  Nach Ansicht der Initiative Zukunft Rhein-Main sprechen gegen den Bau der Werft in der von der Fraport AG gewünschten Form gute Gründe:

1. Das Vorhaben ist überdimensioniert. Derzeit stehen in Frankfurt für 72 Langstreckenflugzeuge der Lufthansa 8 Hangarplätze zur Verfügung. Überträgt man das Verhältnis auf die 15 bestellten Flugzeuge des Typs A380, würden 2 zusätzliche Wartungsplätze ausreichen. Dadurch ließe sich die Fläche der Wartungshalle um die Hälfte reduzieren.

2. Die geplante Steigerung von 8 auf 14 Wartungsplätze in den nächsten 12 Jahren entspricht nicht dem angenommenen Luftverkehrzuwachs, der dann 75 Prozent betragen müsste.

3. Zusätzliche Zubringerflüge werden nötig sein, um die Riesenflugzeuge auszulasten. Die immer wieder angekündigte Lärmentlastung wird es somit nicht geben – ganz im Gegenteil.

4. Für Walldorf werden Bodenlärmbelastungen in einer Größenordnung prognostiziert, bei denen andere Gewerbebetriebe nicht mehr genehmigungsfähig wären.

5. Einschließlich der beabsichtigten Verlegung der Okrifteler Straße werden durch das Projekt 42 Hektar Wald vernichtet – das entspricht knapp 55 Fußballfeldern. Diese Bestandsvernichtung dürfen wir im waldarmen Rhein-Main-Gebiet nicht hinnehmen. Über die Bedeutung des Waldes könnt Ihr Euch hier informieren.

6. Auch benachbarte Waldflächen werden stark beeinträchtigt. Das Vorhaben grenzt an das einstweilig sichergestellte Europäische Vogelschutzgebiet und potenzielle FFH-Gebiet Markwald und Grundwald.

   
  Der Erörterungstermin zum Bau der A380-Werft findet am 15.01.2004 statt.
Hier erfahrt Ihr mehr.
   
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