Zukunft Rhein-Main young - kein Flughafenausbau | Hörsturz | Flugfreie Nacht
 
 
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Flugfreie Nacht gefordert
   
  Zukunft-Rhein-Main fordert am Frankfurter Flughafen ein generelles Nachtflugverbot. Ein Grund ist der geplante Flughafenausbau. Die ohnehin schon belasteten Anwohner müssten noch mehr Fluglärm in der Nacht aushalten. Die Gesundheit jedes Betroffenen wäre gefährdet.
   
 
ParagraphenzeichenIm Zuge des Flughafenausbaus in Frankfurt am Main fordert Zukunft-Rhein-Main ein Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr. Das verkehrsintensive „hub and spoke“-System, das den Flughafen zur zentralen Luftverkehrs-Drehscheibe macht, und ein Nachtflugverbot sind jedoch kaum vereinbar. Deshalb ist der Widerstand aus den Reihen der Flug- und Logistikunternehmen am Frankfurter Airport vorprogrammiert. Post-, Fracht- und Charterflüge, die zur Zeit in der Nacht stattfinden, müssten zeitlich oder räumlich verlegt werden.
   
  Auch Mediationsgruppe will ein Verbot
Die Mediationsgruppe Flughafen Frankfurt hat sich in ihren Empfehlungen ebenfalls für ein nächtliches Flugverbot ausgesprochen – allerdings nur zwischen 23 Uhr und 5 Uhr. Im Endbericht wurde festgehalten: „Der Schutz der Bevölkerung vor übermäßiger Lärmbelastung hat Vorrang“. Das Regionale Dialogforum, welches die Umsetzung der Mediationsergebnisse begleitet, hat ein Projektteam zum Thema Nachtflugverbot gegründet. Es tagt in regelmäßigen Sitzungen und erarbeitet neue Ergebnisse.
   
 

Lufthansa droht mit Abwanderung
Selbst die Fraport AG hat sich aufgrund der Mediationsempfehlung für eine Beschränkung des Flugverkehrs in der Nacht ausgesprochen. Der Aufsichtsratsvorsitzende und Hessische Ministerpräsident Roland Koch bekräftigt immer wieder wählernah, dass ein Flughafenausbau ohne Nachtflugverbot für ihn kein Thema sei. Doch die Fluggesellschaft Lufthansa – ein sogenannter Carrier – hat ihr rechtliches Vorgehen angekündigt und mit Abwanderung gedroht, sollte ein solches Verbot erteilt werden. Ob Lufthansa die Drohung wahr machen wird, ist allerdings fraglich, da andere Fluggesellschaften gerne die Kapazitäten von Fraports bestem Kunden übernehmen würden.

   
  Gutachten belegt Machbarkeit
Ein Gutachten im Auftrag des Regionalen Dialogforums sieht das Nachtflugverbot als grundsätzlich machbar. In der Abwägung zwischen den Rechten der Fluggesellschaften und dem – laut Grundgesetz – zustehenden Anspruch der Anwohner auf Schutz vor Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Lärm sei die Gesundheit wichtiger. Auch nach § 29 b im Luftverkehrsgesetz ist „die Nachtruhe besonders schutzbedürftig“.
   
  Definition des Nachtflugverbots
Am Ende bleibt noch zu erwähnen, dass ein Nachtflugverbot in seiner eigentlichen Definition in Deutschland und Europa nur in dem Zeitraum von 22 Uhr und 6 Uhr ein solches wäre. Ein kürzerer oder anderer Zeitraum wäre lediglich eine nächtliche Flugbeschränkung oder ein Tropfen auf den heißen Stein.
   
  Links:
www.mediation-flughafen.de
www.regionales-dialogforum.de
www.fraport.de
   
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